Montag, 7. Juli 2014

St.Anton Filmfest Tour


Zusammen mit der Mannschaft der Filmfest St.Anton Promotion Tour, waren Christian "Hechei" Hechenberger und ich auf einigen Stationen wie Bozen, Wien und Kufstein unterwegs. Neben zahlreichen tollen Filmen übers Skifahren, Slacklinen, Mountainbiken, Höhenbergsteigen, Kayaken und Klettern wurde unser Eiskletterfilm "Frozen Rally", von Hannes Mair (www.alpsolut.com) hergezeigt.

Den Zuschauern hats gefallen und wir freuen uns schon auf das Filmfest St.Anton Ende August!

Mittwoch, 28. Mai 2014

Marokko

Mein Telefon leutet. Es ist mein permanent motivierter Freund Max Berger, der mir vorschlägt nach Marokko, ganauer gesagt in die Taghia Schlucht im Hohen Atlas zu reisen. Nach wenigen Sekunden hat er mich wiedermal überredet und so buchen wir einen Flug in das marrokanische Klettermekka. Nach den relativ kurzen Flügen und der relativ langen Autofahrt erreichen wir zufuß das kleine, abgeschiedene Dörfchen Taghia. Um unser Gepäck hat sich ein freundlicher Einheimischer und sein Esel gekümmert, denn es gibt keine Straße, nur einen schönen Wanderweg über welchen man in das kleine Dörfchen gelangt. Nach kurzem check in gings dann auch schon, voller Tatendrang, an eine der vielen schönen Mehrseillängen Routen. Wahnsinnig guter und griffiger Fels und super schöne Routen, das hat die Taghia zu bieten und bis auf einen Tag kletterten wir jeden Tag an einer der vielen und imposanten Wänden. Anfangs hatten wir wettermäßig noch eine bisschen Pech und so mussten wir kurz unterm Gipfel der Traumtour " Riviere Purpures" 7b+ abseilen und eine kurze Magen/Darmerkrankung zwang mich für einen Tag im Bett bzw. auf dem Klo zu bleiben, doch nach einem Ruhetag gings wieder bergauf. Zu meinen Highlights zählten sicher die onsight Begehung der weltklasse Route " L´Axe du Mal" 7c+, 15 Seillängen und die zweite Wiederholung der Route "Tabularasa" 8b, 10 Seillängen an der Paroi de Cascade. Dabei gelang mir die erste Seillänge (8b) im zweiten Versuch. Die Route wurde vom Oberaudorfer Roli Hemetzberger erstbegangen und zählt derzeit zu den schwersten Routen in der Taghia und hat neben der schwierigen ersten Seillänge (8b) und der dritten Seillänge (8a) einige leichtere Seillängen, in denen auch sportliches Flair aufkommt, da man einige Meter von den Haken wegklettern muss und zwischendurch auch ganz gut mittlere Friends anbringen kann. Uns hat die Tour, bis auf kurze Ausnahmen, richtig Spaß gemacht. Arnoud Petit und Gefährten haben mit ihren Erstbegehungen Routen geschaffen, die den Wiederholern wahren Klettergenuß bieten und ich freu mich schon auf den nächsten Trip in dieses interessante Land und beim nächsten Mal glaub ich nehm ich auch die Bohrmaschine mit ;)

Hard Fäcts
"Canyon Apache" 6c+ 8 Seillängen onsight
"Zebta" 7b+ 10 Seillängen onsight
"Rivieres Purpures" 7c 14. Seillängen onsight /abseilen kurz unterm Ausstieg wegen Sturm
"L´ Áxe du Mal" 7c+ 15. Seillängen onsight
" Tabularasa" 8b 10 Seillängen (8b im zweiten Versuch, zweite Wiederholung)
"Fantasia" 7c (Akku leer :))

Anbei noch ein paar Eindrücke von unserem Ausflug! Viel Spass!

Perfekter Fels ist keine Seltenheit

Max in "Riviere Purpures"

Max in Action kurz vorm Unwetter

Die beeindruckende Wand der "LÁxe du Mal"

Max in L´Áxe

Fordernd und technisch

Max genießt die Kletterei

Ab und zu haben wir auch gelacht ;-)

Die Schlüssellänge von "L´Axe"

Aber danach ist noch nicht ganz vorbei :))

Oujdad und Toujdad

Geniale Kletterei in "Tabularasa"


Die erste Seillänge von "Tabularasa" 8b

Max in der coolen 8a Länge 

Sonntag, 13. April 2014

Patagonien Vol. 3

Im November ging es für mich zum dritten Mal ans andere Ende der Kugel, zusammen mit meinem Kumpel und bestem Mitarbeiter der Alpinschule Rock´n Roll Mountainguides Toni Moßhammer. Für Toni war es die erste Reise in dieses einzigartige Land und so war er natürlich recht schnell überredet, obwohl er gerde aus Nepal und Thailand zurückgekommen ist. So sattelten wir Mitte November die Hühner und los ging der Anreise Marathon. Einziger Nachteil, wir haben nur 12 Tage Zeit! Wie das so war wollte ich euch nicht vorenthalten.

München - Paris- Buenos Aires - Schlafen - Buenos Aires - El Calafate - El Chalten

Und schon waren wir wieder im lieblichen Bergsteigerdörfchen am Fuße der Granitriesen. Das einzige was nicht so gut aussah war das Wetter. Einige Freunde von uns verbrachten vor unserer Ankunft ein ganzens Monat in Chalten und konnten nicht einen Meter klettern. Es wurde von der schlechtesten und instabilsten Saison seit langem gemunckelt und auch wir waren erstmal ein bisschen baff. Die letzten Jahre hatte ich immer gute Karten beim Patagonien Poker, diesmal so schien es, hatten auch wir ein schlechtes Blatt kassiert. Unser Hauptziel können wir schonmal fix vergessen :((

Aber egal, Bouldern, Hiken, Klettern, irgendwas geht immer. Als wir dann am nächsten Tag um 9:00 Uhr aus dem Haus gegangen sind konnte ich meinen Augen nicht trauen. das schönste Wetter!!! Sofort packten wir unserer Rucksäcke und unser ganzes Material und machten uns auf den Weg Richtung Paso Quadrado, wir wollten was an der Guillaumet klettern, ein wunderschöner Gipfel zu der rechten des imposanten Fitz Roy. Als wir nach ca. 6 h das Biwak erreichten, machten wir es uns gemütlich, saßen in der Sonne, tranken instant Cappucino und freuten uns auf den bevorstehenden Klettertag. Am Abend wurden dann die Karten eindeutig neu gemischt, denn so schnell sich das kleine schönwetter Fenster aufgemacht hatte, so schnell war es auch wieder weg und es fing zu schneien und zu stürmen an. Patagonien eben. Nichts wie runter! Die nächsten tage verbrachten wir mit bouldern, chillen, bouldern, chillen, bouldern, hiken, chillen und lesen.

Dann endlich ein brauchbares aber durchwachsenes und nicht eindeutiges Fenster, aber das beste was wir kriegen konnten in der kurzen Zeit. Aufbruch um 4 in der Nacht, Richtung Guillaumet NO Kante, nach 7,5h waren wir am Einstieg, es war kalt und es war alles andere als schön, ständig zogen Wolken vorbei und umhüllten die Wände mit einem kalten Schleier, dann wurde es wieder besser, dann wieder total dicht. Aber uns wars egal, denn die Kletterei war der Wahnsinn, traumhaft schöner Granit lies nicht mal den Funken an einen Gedanken wie Umdrehen aufkommen und wir waren im Kletterfluss. Der obere Teil (Comesana- Fonruge) sah etwas steiler und schwieriger aus, war aber schlußendlich der reinste Genuß, Kletterei bis 6c, super schöne Risse und traumhafter Granit, was will man mehr, vor allem bei dem Wetter?

Um ca. 17:30 Uhr waren wir am Gipfel der Guillaumet, das Wetter hat sich verbessert wir konnten die Aussicht ein bisschen genießen und seilten dann gemütlich übers "Amy Couloir" zurück auf den Gletscher ab. Voll Zufrieden nach diesen lässigen Klettermetern und diesem coolen Gipfeleindruck, machten wir uns zurück auf den Weg nach Chalten, wo uns bereits unsere Freunde Quil und Mes erwarteten :-)

Patagonien ist eben immer eine Lotterie, man kann Glück haben und sein Traumziel erreichen oder man kann wetterbedingt Pech haben, dann muss man eben improvisieren, aber das schöne an Patagonien ist, das auch die improvisierten Ziele äußerst lohnend sind und sind wir uns ehrlich, jeder Gipfel den man da unten besteigen darf ist was besonderes. Ich freu mich schon aufs nächste mal....
Blue Sky in Patagonia

Kombiniertes Gelände im unteren Teil der Guillaumet

Traumfels an der Guillaumet

Toni kämpft mit der vereisten Verschneidung

Geniale Kletterei in der "Comesana Fonruge"

...immer noch! 
Im oberen Teil, das Wetter ist wechselhaft!

Coole Verschneidung

Am Gipfel der Guillaumet, Tonis erstem patagonischen Gipfel

Rock´n Roll der Berge

Una Quilmes mas por favor!

Nos vemos amigos!

Sonntag, 6. April 2014

Problemfall : Schleierwasserfall

Der Schleierwasserfall in Going am Wilden Kaiser zählt mit Sicherheit zu den schönsten und schwierigsten Klettergebieten Europas. Das einzigartige Ambiente, die Vielzahl an hochkarätigen Routen und die Tatsache, dass man das ganze Jahr dort oben klettern kann, machen den Schleier für viele Kletterer zum absoluten lieblings Gebiet. So auch für mich. Meine gesamte Jugend verbrachte ich am Schleier, konnte das Klettern in allen Höhen und Tiefen dort oben erlernen und erfahren, zusammen mit meinen Freunden die Motivation und die Leidenschaft teilen und diesen wunderbaren Ort genießen.

Vor beinahe 9 Jahren gab es dann erstmals ernste Probleme. Auf Grund der sich ständig vermehrenden Kisten, in welchen Kletterer ihre Seile und ihr Material (größtenteils Müll!) bunkerten, kam es zu Spannungen mit den Grundeigentümern, den Bundesforsten. Alex Huber und ich setzten uns mit dem Tourismusverband und den Bundesforsten zusammen und versuchten die ins Haus stehende Gebietssperrung möglichst zu vermeiden und ihr entgegen zu steuern.

Dies stand damals auf climbing.de (2006)

An alle Schleierkletterer!
Aufgrund einer nachdrücklichen Aufforderung der Bundesforste wurden alle am Schleierwasserfall deponierten Kisten von Guido Unterwurzacher und mir abtransportiert.
Die Kisten sind jetzt unten direkt bei der Schranke und wir bitten alle, baldmöglichst alles abzuholen - das wären die Kisten, das Klettermaterial aber - bitte! - auch den Müll, der sich in den Kisten befindet.
Egal, ob der Müll von euch ist oder nicht. In zwei Wochen werden wir alles, was nicht abgeholt wurde, entsorgen.
Alexander Huber und Guido Unterwurzache
Zum Glück reichte eine klare Vereinbarung mit den Grundeigentümern, welche von uns auch in den nächsten Jahren ständig mit den Kletterern vor Ort kommuniziert wurde!

"Es dürfen keine Materialdepots am Schleier zurückgelassen werden." 

So hatten Alex und ich die ehrenvolle Aufgabe 13 vollgefüllte Holzkisten vom Schleier zu entfernen, manche Kletterer die sich angekündigt hatten uns zu helfen hatten plötzlich keine Zeit und so erledigten wir die ganze Aufräum Aktion zu zweit. Der Großteil der Sachen die wir entfernten war schlicht und ergreifend Müll, von Plastikplanen, Glasflaschen, Seilstücken, Isomatten, Schlapfen usw. war alles dabei. Wir deponierten das Material unten an der Schranke, wo dann jeder genug Zeit hatte sich seinen Müll zu holen, was zum Großteil auch nicht passierte und so blieben wir auch noch auf den Entsorgungskosten sitzen.   

Danach das große Raunen, nur "neue Seile" waren in den "edlen und hochwertigen" Kisten und wer ersetzt jetzt das ganze Material, kam es seitens der Betroffenen.


Die letzten Jahre verbrachte ich bei weitem nicht so viel Zeit am Schleier wie früher, aber die paar mal die ich oben war konnte ich meinen Augen fast nicht trauen. Auf ein zurückgelassenes Seil folgte bald das nächste und das nächste und das nächste.... Eine wahre Müllhalde, ein Bild für das ich mich als Local und Herzblut Schleier Kletter zutiefst schähme. Von Seiten der Wanderer wurden die Zustände eindeutig beschrieben, Kletterer sind Schweine und Umweltverschmutzer!!! Dem kann ich nur zustimmen, nachdem was ich dort oben gesehen habe! Socken, Plastikflaschen,.... und der gleichen sind keine Depots sondern das ist mutwillige Umweltverschmutzung und sowas muss zur Anzeige gebracht werden.

Wir, die Local Kletterer bringen es auch seit 18 Jahren zusammen, dass wir unser Seil rauf und den fremden Müll runter tragen warum also nicht auch die anderen? Beim Sportklettern hat man gerade mal den eigenen Gurt ein paar Expressen, Kletterschuhe und eine Jacke zu tragen, sogar das Wasser kann man sich sparen, da man ja oben eine Quelle mit bestem Kaiserwasser hat. Und wegen dem Seilraufschleppen ist noch nie jemand eine Route nicht raufgekommen, was aber sicherlich eine gute Ausrede wäre, zu platt vom Seil tragen! Wir haben es immer wieder gesagt, aber es folgte keine Reaktion seitens der Depoterhalter, es wurde nichtmal ernst genommen.

Die letzten Wochen verbrachte ich bergführender Weise in höheren Gefilden, als mich plötzlich ein aufgelöster Anruf erreichte, Sauerei, alle Seile Weg, Frechheit, nichts mehr da am Schleier! Mich hat das ganze natürlich eher wenig berührt und Mitleid mit den Betroffenen hab ich in keinster Weise, im Gegenteil, es wurde von uns oft genug kommuniziert, dass die Seildepots verschwinden sollen bevor es wieder Stress gibt. Den Müll und die Zigarettenstummel von anderen Leuten runter zu tragen ist mitlerweile schon zur Gewohnheit geworden.

Jetzt ist alles weg und der Schleier atmet wieder! Das ist gut so und ich hoffe es bleibt so, denn allen die eine Gebietssperre, mit ihrer präpotenten, umweltverachtenden Art provozieren stehe ich massiv im Weg und ich weiß ich bin nicht der einzige, den der Schleier ist ein Platz für alle, nicht nur für Kletterer und dieses Juwel muss beschützt gepflegt werden.

Haltet die Berge sauber!!!

Guido Unterwurzacher

Donnerstag, 7. November 2013

Alpinschule Rock´n Roll Mountainguides ONLINE


Check out our new page.
Toni Moßhammer und ich haben, mit der großartigen Hilfe von Bernhard Kogler, unsere eigene Bergführer Homepage entworfen. Das komplette Winterprogramm steht fest, jetzt fehlt eigentlich nur noch der Schnee...

Unter www.rocknrollmountainguides.at  findet ihr alles was ihr über uns und unser Programm, für die bevorstehende Wintersaison, wissen müsst.

Unsere Anlaufstelle ist im Rock´n Roll Mountainstore, Brunnbachweg 2 in Kirchdorf in Tirol. Dort könnt ihr euch direkt über Termine erkundigen, beraten lassen, Erlebnis Gutscheine kaufen, das neueste Equipmenet testen, für Weihnachten einkaufen und, und, und

Fleißig weiter erzählen, liken, klicken und posten!

Rock´n Roll for ever und auf eine actionreiche, unfallfreie Wintersaison!!


Samstag, 5. Oktober 2013

Zu Gast bei den 12. Goinger Bergfilmtagen

Ganz besonders freut es mich, heuer als Vortragender, bei den 12. Goinger Bergfilmtagen, vor heimischen Publikum meinen neuen Vortrag "Vom Kaiser in die Welt" zu präsentieren. Da ich in Going am Wilden Kaiser aufgewachsen bin und am Kaiser das Klettern erlernt habe, möchte ich den Zuschauern einen Einblick geben, warum ich meinen Lebensweg nach diesem Sport ausrichte, wo mich mein Sport überall hingeführt hat, was ich dabei erlebt habe und warum das heimkommen immer noch am schönsten ist.

Mehr dazu am 10. Oktober um 20 Uhr bei den Bergfilmtagen in Going.

Freu mich auf euer zahlreiches Erscheinen.

Guido
"Eternal Flame" 7b/A2 Nameless Tower 6251m Pakistan
"Des Kaisers neue Kleider " Wilder Kaiser, 

Dienstag, 6. August 2013

"The Titty Twister"

Neutour am Schleier!!!

Konnte vor ca. 2 Wochen die fünf Sterne Route "The Titty Twister" am Schleier erstbegehen. Die Route befindet sich im Sektor Skywalk, rechts der "Schwing dei Ding" 7b+. Lässige Henkelschwingerei an positiven Griffen, die in einer abdrängenden Abschlußpassage endet. Das ganze ist für ca. 8a oder 8a+ zu haben. Viel Spaß damit!

Guido

"Goinger Wunderwelt" befreit!




Die 6. Seillänge, ein nicht geschenktes Geschenk!!
 


Vor gut 19 Jahren gelang meinem Onkel Tom Unterwurzacher zusammen mit einer handvoll Einheimischer Kletterer, eine unglaublich elegante Erstbegehung an der Hochgrubach Südwand, die er passend auf den Namen "Goinger Wunderwelt" taufte. In Falllinie vom Gipfel zeiht die Linie kerzengerade durch die pyramidenförmige Wand der Hochgrubach Spitze. Die Schwierigkeiten der Seillängen bewegen sich durchwegs im 8. Grad, die Schlüsselseillänge konnte jedoch nur mit Hilfe technischer Tricks (Cliff und co.) bewältigt werden und wurde mit 8+/A2 bewertet. Aber laut meinem Onkel und anderer Aspiranten sollte die Länge auch freikletterbar sein...

Vor ca. 10 Jahren kletterten Toni Moßhammer und ich zum ersten mal durch die Route und stellten fest, dass die 6. Seillänge sicher frei machbar ist.

Im Herbst 2012 war es dann wieder soweit. Toni und ich waren zurück und wollten uns die Länge nochmal auschecken. Ich konnte super Lösungen für die schwierigen Stellen finden und alle Züge machen, bis zum nächsten Versuch sollte aber wieder ein halbes Jahr vergehen.

Heuer machten wir uns wieder auf den Weg zur Südwand, die Bohrmaschine im Gepäck, denn um die Länge frei zu klettern musste ich 4 Bohrhaken umplazieren. Wir hatten eine gute Bouldersession und wie immer einen spaßigen Tag. Die Motivation, so schnell es geht wieder zurück zu kommen, war imens.

Eine Woche später standen wir erneut unterm Einstieg. Das Wetter war etwas zweifelhaft, für den Nachmittag waren starke Gewitter gemeldet und es sah ganz so aus als ob es jeden Moment anfangen würde zu regnen. Das Wetter war aber auf unserer Seite und so kletterten wir zügig im Überschlag bis zur Schlüssellänge. Ich hängte mir die Schlingen ein, checkte erneut die Züge aus und musste feststellen, dass ich den vortäglichen Kletterausflug zum Schleier, noch ganz gut in den Muskeln spürte. Nach 30 Minuten Pause setzte ich einen Versuch und gab 120 %, ein echter Fight wie ich ihn schon lange nicht mehr hatte. Der erste schwere Boulder, ein Sprung auf eine scharfe Leiste hätte mich beinahe rausgeschmissen, irgendwie blieb ich aber hängen, jetzt heissts cool bleiben und Gas geben, die Akkus blinken schon und das was kommt verlangt vollste Aufmerksamkeit. Die obere Stelle lief dann perfekt und der letzte technische Sprung ist eine Mischung aus Augen zu und durch und einfach dran glauben, ich machte mir keine Gedanken und sprang auf gut Glück von den Reibungstritten weg, dem letzten schweren Zug entgegen und blieb tatsächlich am Henkel hängen.... WUHUUUUU :))

Nach 19 Jahren konnte ich mir die erste freie Begehung dieser familiären Kletterperle und der wohl schönsten Linie am Ostkaiser sichern, ein wahnsinns Tag. Mein Bewertungsvorschlag für die 6.Seillänge, irgendwo im Bereich 8b.
Kerzengerade zieht die Linie zum Gipfel der Hochgrubach hinauf!



Mehr Fotos gibts bald...
Ein absolut genialer Tag!

Freitag, 31. Mai 2013

Sizilien

Um für die bevorstehende Klettersaison, etwas in Schwung zu kommen, machten sich meine Freundin und ich auf nach Sizilien, genauer gesagt nach San Vito lo Capo.

Den Erzählungen und Fotos einiger Freunde zufolge ein absolutes: "Do muas ma amoi hi!"

Sonne, Meer und viele schöne Routen, so haben wir uns unseren Urlaub/Trainingslager vorgestellt und genau das haben wir bekommen. In den 12 Tagen konnten wir unseren Heißhunger auf geniale Klettereine in den Sektoren, "Never Sleeping Wall", "Crown of Aragon", "El Bahira Camping", " Parco Ceriolo" stillen und eine entspannte Zeit in diesem gemütlichen Klettermekka verbringen.
Mir gelangen dabei einige schöne Routen von 7c bis 8a+, drei 8a Routen im onsight und viele schöne leichtere Meter in perfektem sizilianischen Kalk.

Also wer Lust auf Sizilien hat, es zahlt sich voll aus. Aber am besten im Frühjahr oder Herbst, ansonsten wird man gegrillt.


Der Perfekte Fels der Never Sleeping Wall, hat alles was das Kletterherz begehrt.

Und Sonnenuntergänge gibts auch.

July beim Fernsehen.

Abwechslung pur. Von steilen Sintern, bis technischen Wänden und langen Ausdauerpumpen ist alles geboten.

Donnerstag, 7. März 2013

Winter Rückblick

"Meine Finger, FUCK, i gspia meine Finger nimma!!!" AHHHHH iatz tauns auf, AHHHHHHH!!!
Der "Oanogl", eine nette Begleiterscheinung des Eiskletterns, wer kennt ihn nicht. Wie jedes Jahr war es auch heuer wieder soweit einen anständigen "Onogl" auszufassen. Angefangen hat die Eissaison für mich heuer in Südtirol, beim Eiskurs der Berg und Skiführer. Wir hatten eine super Woche, mit sensationellen Verhältnissen, konnten einiges lernen und auch den ein oder anderen lässigen Wasserfall klettern, unter anderem den "Dünnen Schauder" WI 5+  (laut Führer) in Corvara. Die erste Seillänge war recht spannend, dabei handelt es sich um eine abgefahrene dünne Eisglasur, welche sich nur schwer mit den kürzesten Eisschrauben absichern lässt, die ersten acht Meter klettert man noch im Fels und die lassen sich garnicht absichern. Langsam und vorsichtigt kämpfte ich mich Meter um Meter höher in dieser wilden Länge und erst als ich im leichteren Gelände stand, kam er, der lang ersehnte "Oanogl" und zwar so heftig, dass mir ein wenig übel wurde, aber das gute daran, der erste "Oanogl" im Jahr ist der schlimmst. Da sich die Eisbewertungen jedes Jahr ein bisschen bis ziemlich ändern, glaube ich das diese Seillänge sicher weit jenseits von WI 5+ war, aber um das gehts ja ohnehin nicht, das Erlebnis war unvergesslich.

Der "Dünne Schauder". Name ist hier Programm.


Nach dem Kurs gings ins Gasteinertal und ins Pinnistal um wieder das nötige Feeling und den richtigen Rhytmus für diese eisige Leidenschaft zu finden. Im Pinnistal, zusammen mit Hechei, wollten wir versuchen alle gewachsenen Eisfälle ein einem Tag zu klettern, 8 an der Zahl und garnicht so ohne. Der esrte Versuch endete nach vier Wasserfällen, ich war immer noch nicht fit von meiner Grippe und die Verhältnisse waren auch nicht optimal. Wir zweifeln an der umsetzbarkeit des Plans, aber ganz verwerfen wollen wirs auch nicht, denn geil wärs schon alle Linien an einem Tag zu klettern...

Einige Eismeter in Gastein und im Felbertal und einige Tage später stehen Hechei und ich wieder im Pinnistal. Es ist 8 Uhr und wir fangen an mit unserer Eis Ralley. Wir starten mit "Männer ohne Nerven", welchen wir flott hinteruns bringen, weiter gehts zum Vorhang, Softeis und teilweise morsches, abgebautes Eis, dann gehts zur Eiszeit, weiter zum Chamäläon welches ziemlich spröde war, dann zum Familien Sonntag, wir freuen uns aufs abseilen zu nseren Getränken. Nach kurzer Pause steht die "Kerze" am Programm und wird auch zügig niedergepickelt, danach folgt ein Kurzbesuch in der "Rumpelkammer" und zu gut der letzt "Klein aber Fein" oder unter Insidern "Klein aber Schwein" genannt.


Fertig, aber glücklich nach unserer riesen Eisbeute!
Danach stand ich eigentlich nur mehr auf den breiten Skiern und durfte so manches unverspurte Kitzbühler Schmankerl verspuren.

Einen weiteren lustigen Tag verbrachten Toni Moßhammer und ich zusammen mit den Jungs von "Na Servus" Dem Wetter auf Servus TV am Felbertauern, wo wir einen Tag lang eine Wetterreportage zum Thema Wetter und Eisklettern drehten. Damit auch Sie wissen wo das Wetter wie wirkt ;-). das ganze wurde schon ausgestrahlt, aber sobald ich den Link habe stell ich ihn rein.

Der Powder ist nun leider völlig weg und deshalb wurden die langen, breiten Ski gegen die kürzeren und schmäleren ersetzt, um ein paar coole Firntouren zu unternehmen. In letzter Zeit begleitete mich  immer öfter mein Speedschirm, da das runterfahren zur Zeit nicht so viel Spaß macht wie das runterfliegen.

Auch unsere Multivisionsshow "Trango Towers - Traum und Wirklichkeit" hat uns ganzschön auf Trab gehalten und einiges an Zeit und Nerven gekostet. Die Mühen haben sich aber gelohnt, die Prämiere im Kaisersaal in St.Johann war für Simon, Hechei und mich ein voller Erfolg, die ca. 500 Leute waren begeistert und keiner ist eingeschlafen oder früher rausgegangen, es flogen auch keine faulen Eier oder sonstiges ;-).

Ich hoffe wir können unseren Vortrag noch öfter und in einigen anderen Dörfern, Städten, Ländern, Kontinenten und Welten herzeigen. Also wenn auch du willst, das wir mit unserer Show bei euch auftreten, einfach eine Mail an: guido.unterwurzacher@gmx.at

Aber auch die Finger jucken schon wieder und wollten wieder mal Hand an steilen Fels legen. So verbrachten Alex Huber und ich einen coolen Tag in einer neuen Linie am Kaiser. Guter Start in die Felsklettersaison. Erster Felskontakt am Kaiser, noch dazu in einer Erstbegehung. Freu mich schon wieder auf den nächsten Besuch in diesem genialen Juwel...



Und noch was!!!

Am 22.März 2013 eröffnet (m)ein Busenfreund Markus Bendler seinen stylishen Bergsport Shop "Rock´n Roll Mountainstore". Freibier und Würstel für alle!!!

Das sollte man sich nicht entgehen lassen.


Bis dann,
Guido