Donnerstag, 7. März 2013

Winter Rückblick

"Meine Finger, FUCK, i gspia meine Finger nimma!!!" AHHHHH iatz tauns auf, AHHHHHHH!!!
Der "Oanogl", eine nette Begleiterscheinung des Eiskletterns, wer kennt ihn nicht. Wie jedes Jahr war es auch heuer wieder soweit einen anständigen "Onogl" auszufassen. Angefangen hat die Eissaison für mich heuer in Südtirol, beim Eiskurs der Berg und Skiführer. Wir hatten eine super Woche, mit sensationellen Verhältnissen, konnten einiges lernen und auch den ein oder anderen lässigen Wasserfall klettern, unter anderem den "Dünnen Schauder" WI 5+  (laut Führer) in Corvara. Die erste Seillänge war recht spannend, dabei handelt es sich um eine abgefahrene dünne Eisglasur, welche sich nur schwer mit den kürzesten Eisschrauben absichern lässt, die ersten acht Meter klettert man noch im Fels und die lassen sich garnicht absichern. Langsam und vorsichtigt kämpfte ich mich Meter um Meter höher in dieser wilden Länge und erst als ich im leichteren Gelände stand, kam er, der lang ersehnte "Oanogl" und zwar so heftig, dass mir ein wenig übel wurde, aber das gute daran, der erste "Oanogl" im Jahr ist der schlimmst. Da sich die Eisbewertungen jedes Jahr ein bisschen bis ziemlich ändern, glaube ich das diese Seillänge sicher weit jenseits von WI 5+ war, aber um das gehts ja ohnehin nicht, das Erlebnis war unvergesslich.

Der "Dünne Schauder". Name ist hier Programm.


Nach dem Kurs gings ins Gasteinertal und ins Pinnistal um wieder das nötige Feeling und den richtigen Rhytmus für diese eisige Leidenschaft zu finden. Im Pinnistal, zusammen mit Hechei, wollten wir versuchen alle gewachsenen Eisfälle ein einem Tag zu klettern, 8 an der Zahl und garnicht so ohne. Der esrte Versuch endete nach vier Wasserfällen, ich war immer noch nicht fit von meiner Grippe und die Verhältnisse waren auch nicht optimal. Wir zweifeln an der umsetzbarkeit des Plans, aber ganz verwerfen wollen wirs auch nicht, denn geil wärs schon alle Linien an einem Tag zu klettern...

Einige Eismeter in Gastein und im Felbertal und einige Tage später stehen Hechei und ich wieder im Pinnistal. Es ist 8 Uhr und wir fangen an mit unserer Eis Ralley. Wir starten mit "Männer ohne Nerven", welchen wir flott hinteruns bringen, weiter gehts zum Vorhang, Softeis und teilweise morsches, abgebautes Eis, dann gehts zur Eiszeit, weiter zum Chamäläon welches ziemlich spröde war, dann zum Familien Sonntag, wir freuen uns aufs abseilen zu nseren Getränken. Nach kurzer Pause steht die "Kerze" am Programm und wird auch zügig niedergepickelt, danach folgt ein Kurzbesuch in der "Rumpelkammer" und zu gut der letzt "Klein aber Fein" oder unter Insidern "Klein aber Schwein" genannt.


Fertig, aber glücklich nach unserer riesen Eisbeute!
Danach stand ich eigentlich nur mehr auf den breiten Skiern und durfte so manches unverspurte Kitzbühler Schmankerl verspuren.

Einen weiteren lustigen Tag verbrachten Toni Moßhammer und ich zusammen mit den Jungs von "Na Servus" Dem Wetter auf Servus TV am Felbertauern, wo wir einen Tag lang eine Wetterreportage zum Thema Wetter und Eisklettern drehten. Damit auch Sie wissen wo das Wetter wie wirkt ;-). das ganze wurde schon ausgestrahlt, aber sobald ich den Link habe stell ich ihn rein.

Der Powder ist nun leider völlig weg und deshalb wurden die langen, breiten Ski gegen die kürzeren und schmäleren ersetzt, um ein paar coole Firntouren zu unternehmen. In letzter Zeit begleitete mich  immer öfter mein Speedschirm, da das runterfahren zur Zeit nicht so viel Spaß macht wie das runterfliegen.

Auch unsere Multivisionsshow "Trango Towers - Traum und Wirklichkeit" hat uns ganzschön auf Trab gehalten und einiges an Zeit und Nerven gekostet. Die Mühen haben sich aber gelohnt, die Prämiere im Kaisersaal in St.Johann war für Simon, Hechei und mich ein voller Erfolg, die ca. 500 Leute waren begeistert und keiner ist eingeschlafen oder früher rausgegangen, es flogen auch keine faulen Eier oder sonstiges ;-).

Ich hoffe wir können unseren Vortrag noch öfter und in einigen anderen Dörfern, Städten, Ländern, Kontinenten und Welten herzeigen. Also wenn auch du willst, das wir mit unserer Show bei euch auftreten, einfach eine Mail an: guido.unterwurzacher@gmx.at

Aber auch die Finger jucken schon wieder und wollten wieder mal Hand an steilen Fels legen. So verbrachten Alex Huber und ich einen coolen Tag in einer neuen Linie am Kaiser. Guter Start in die Felsklettersaison. Erster Felskontakt am Kaiser, noch dazu in einer Erstbegehung. Freu mich schon wieder auf den nächsten Besuch in diesem genialen Juwel...



Und noch was!!!

Am 22.März 2013 eröffnet (m)ein Busenfreund Markus Bendler seinen stylishen Bergsport Shop "Rock´n Roll Mountainstore". Freibier und Würstel für alle!!!

Das sollte man sich nicht entgehen lassen.


Bis dann,
Guido

Mittwoch, 27. Februar 2013

Multivisionsshow "Traum und Wirklichkeit"

NICHT VERGESSEN!!!

Bald ist es soweit....


WANN? Freitag 1.März 2013 20 Uhr Einlass
WO? Kaisersaal St.Johann in Tirol
WAS? Christian Hechenberger, Simon Berger und ich wollen euch unseren Vortrag  über unsere Expedition nach Pakistan vorstellen. Danach heizt die Rockband "The Black, White, Gray" mit lauten Gitarren ein und ich hoffe es geht richtig rund!

Wir freuen uns auf euch!
Bis Freitag

Freitag, 14. Dezember 2012

Far from home, but close to heaven...

...so ungefähr fühlte sich unsere dreiwöchige Südamerika Reise an, weit weg von daheim, doch dem Himmel sehr nah.


Nach langer Anreise erreichten wir endlich den Spot des diesjährigen Petzl Roc Trip, die Piedra Parada, ein unglaublich schöner, abgelegener, staubiger Platz in der trockenen argentinischen Steppe. Kristin, July, Flo, July und ich hatten das Glück den Ort noch vor den Massen kennenzulernen und hatten eine 6km lange Schlucht mit 26 verschieden Sportklettersektoren und Mehrseillängen Routen fast für uns alleine. Am Campingplatz herrschte reges Treiben und es war eine äußerst gemütliche Atmosphäre, aufstehen, frühstücken, in den Bach springen, sich mittreiben lassen und dann bis zum dunkel werden in den vielen genialen Routen der Schlucht, seinen Kletterhunger stillen, am Abend Lagerfeuerstimmung und Gespräche mit interessanten neuen Menschen.

Doch wie bei jedem Event, kommen irgendwann Besucher ins Spiel, sofern es ein guter Event ist. Der Petzl Roc Trip ist ein guter Event, ein Woodstock des Kletterns sozusagen und mit dem Ende der ruhigen Woche kamen immer mehr Leute aus der ganzen Welt um Teil des Events zu sein und sich an den Felswänden auszutoben. Wie die Eierschwammerl schossen täglich und über Nacht immer mehr Zelte aus dem Boden und in der Schlucht wurde es immer lauter und hektischer, Jahrmarktstimmung und Schluß mit freier Routenwahl, geklettert wurde was frei war.

Wir aber machten das beste draus, die Mädls konnten eine 7a nach der anderen onsighten und waren (fast) fleißiger als Flo und ich. Mir gelang eine geniale 8b, und einige andere coole Linien zwischen 7c+ und 8a+ und zusammen mit July,Kristin und Guillaume Vallot aus Frankreich konnten wir die Aussicht von der 200m hohen Piedra Parada, so heißt der riesige Felsklapf mitten in der Landschaft, genießen. Auch Flo hat die "Power from Vienna" rausgelassen und brav bei einigen 8a und 8a+ Routen zugelangt.

(Fotos kommen noch!)



 Dann waren die Tage in der Piedra Parada leider auch schon beinahe zu Ende, denn als Max zu uns gestoßen ist wussten wir ok, nur noch 3 Tage bevors für Flo, July, meine July, Max und mich nach El Chalten gehen sollte und wir uns von Kristin und der Piedra verabschieden mussten. Wie man erahnen kann sind auch diese 3 Tage wie im Flug vergangen. (Autofahrt 6h, schlafen in El Polson, Flug nach Bariloche-El Calafate, El Calafate 3h Busfahrt El Chalten...Berge zeigen sich von ihrer schönsten Seite, super Wetter, nette Begrüßung)


Wettercheck fiel, wie zu erwarten war, nicht gut aus, die ganze Woche schlecht, was will man sich auch erwarten, wenn man nur eine Woche Zeit hat zum Bergsteigen. Aber egal Trekkn, Bouldern... irgendwas kann man immer machen.

Wettercheck die Zweite!
Mittwoch gut und Donnerstag bis Abend voraussichtlich auch noch. Ein absolut brauchbares Wetterfenster tut sich auf und wir wissen, das dürfen wir nicht verschei....enken! Naja aber das patagonische Wetter tut nicht immer das was man glaubt das es tut, da das Wetter glaubt, man glaubt das es das tut, tut es eben genau das andere, aber ich glaub das glaub nur ich. Egal. Michi Lerjen, Bergführer, Extrembergsteiger, Patagonienexperte, Frauenschreck ;-) usw., aus der schönen Schwiz stand uns mit Rat und Tat zur Seite und empfahl uns, neben unseren existierenden Plänen auch die "Ferrari/Ragni" Route an der Cerro Torre Westwand nicht außer Acht zu lassen. Für uns stellt diese Route einen absoluten bergsteigerischen Lebenstraum dar und als wir alle Fakten zusammenlegen, kommen wir drauf, mit einer guten Portion Glück und Engagement, stehen die Chancen auf Erfolg garnichtmal so schlecht. Glück ist aber manchmal auch, was man draus macht...


27.11.2012


Um 03:30 Uhr verlassen wir El Chalten, das wetter ist Zweifelbhaft und sehr starker Wind begleitet uns, nach 4,5h erreichen wir das sogenannte „Niponino“ Camp und wechseln von den Zustiegsschuhen in die Bergschuhe. Der Wind wird teilweise so stark, dass wir wie Besoffene den Gletscher Richtung Col Standhardt hinauf wanken. Im Col Standhardt ist es eher auf der ungemütlichen Seite und wir seilen ab auf die Westseite des Massivs und stehen bald unter der Cerro Torre Westwand bzw. unter den dicken Wolken der Cerro Torre Westwand. Wir müssen warten, denn sonst wissen wir ja nicht wo es hinaufgeht. Nach ca. 1,5 Stunden reisst die Wolkendecke auf und erstmals sehen wir die Westseite der Torres, ein gewaltiges Bild. Wir errichten unser Biwak kurz unterhalb der ersten Zustieg Mixed Passage und genießen im abendlichen Sonnenschein unser Travellunch.



28.11.2012

Der Wecker reißt uns um 02:30 Uhr aus dem leichten Schlaf, die Nacht über haben sich alle Wolken verzogen, sternenklar und Vollmond, ein kurzes Frühstück und um 03:30 Uhr sind wir auch schon unterwegs. Es läuft wie am Schnürchen und simultan Klettern wir bis auf den sogenannten „Elmo“, ein großer freistehender Eispilz am Beginn der eigentlichen Kletterei, welchen wir um 05:30 Uhr erreichen. Die Mixed Längen und den ersten Eistunnel bringen wir flott hinter uns, in der sogenannten „Headwall“ eine 90 Grad steile Eiswand, fängt der Wind ordentlich an zu blasen, Patagonien halt, dann geht es flott weiter und bald auch stehen wir unter der letzten und wohl anspruchsvollsten Seillänge. Der Amerikaner Colin Haley hat bei der Überschreitung aller Torres (Standhard, Heron, Egger, und Cerro Torre) für diese eine Seillänge 4 Stunden mit dem Anraumschnee gekämpft und sich seinen Weg/Tunnel nach oben gegraben. Wir haben es da weit besser erwischt, festes Eis mit teilweise Schneeeinlagerungen machten die Sache schon spannend aber bei weitem nicht so zeitintensiv und so erreichte ich nach ca. 20 Minuten den letzten Standplatz unterm Gipfel. Um kurz vor 13:00 Uhr standen Max und ich dann oben auf dem Gipfel des Cerro Torre und konnten uns überglücklich und beinahe fassungslos die Hände schütteln und dem wohl schönsten aller Berge auf den Kopf klopfen. Keine Wolke, kein Wind, T-Shirt Temperaturen, Bergsteigerherz was willst du mehr?…Unbeschreiblich ;-)

Nach kurzer Pause seilten wir über die Westwand ab, auch das Abseilen lief wie geschmiert nur die hohen Temperaturen wurden schönlangsam zum Problem. Herabstürzende Schnee und Eismassen machten uns verständlich, dass wir jetzt besser nochmal Gas geben, mein Knie musste sogar unsanfte Bekanntschaft mit einem herabfallenden, tellergroßen Stein machen und wieder wurde uns bewusst, das Bergsteigen in Patagonien einfach eine ernste Angelegenheit ist, denn auf schnelle Rettungsaktionen kann man sich nicht verlassen.

Zurück beim Biwakplatz stärkten wir uns kurz und machten uns dann gleich an den 45km!!! langen Marsch, Hirnausschalten und einfach gehen, zurück übers Inlandeis nach El Chalten. Wir schafften die noch die 6 stündige Etappe übers Eis, dann mussten wir auf einer Moräne biwakieren.



29.11.2012

Wir sind ziemlich erledigt von den Strapazen und die schweren Rucksäcken tragen auch nicht gerade zur Erholung bei, starten aber um 08:00Uhr Richtung Passo del Viento und erreichen schließlich um 18:00Uhr El Chalten, gezeichnet, erledigt und überüberglücklich…



Wie sagt man so schön, zur richtigebn Zeit, am richtigen Ort... :-)



Die heurige Saison fand mit dieser unerwarteten Aktion einen gelungenen Abschluß und mit der Besteigung des "Nameless Tower" 6251m Karakorum/ Pakistan, zusammen mit Hannes Leitner und nun auch mit dem "Cerro Torre", konnte ich den zwei wohl formschönsten Gipfeln einen kurzen Besuch abstatten...

Die Torres von Westen



Max im Eisschlauch

Die letzte Seillänge
 
Max und ich am Gipfel des Cerro Torre

Mittwoch, 7. November 2012

S wie Südamerika

Die Zeit zuhause nach unserer erfolgreichen Pakistan Expedition verging wiedermal wie im Flug, ich hatte mit meinen Magenproblemen zu kämpfen und fühlte mich anfangs noch ziemlich leer und ausgebrannt, ein Ausflug in die Dolomiten und ein Projekt am Kaiser weckte in mir dann aber wieder das Kletterfieber. Seit geraumer Zeit bin ich auch stolzer Besitzer eines Ozone Bullet XT Speedgliders und kann nun auch in der Luft mein Unwesen treiben, ein echt cooles Spielzeug mit Spaßgarantie. Jetzt hat mich auch noch das Flugfieber gepackt und runtergehen war gestern :))! Letzte Woche gelang mir recht flott noch eine lässige Erstbegehung im Oldschoolgebiet hinter der Haustüre, das "Sauspiel" Bewertungsvorschlag 10/8b.


Piedra Parada/Argentina (c) petzl
Nächste Woche gehts auch schon wieder ins nächste Abenteuer. Im Rahmen des Petzl Roc Trips begebe ich mich zusammen mit einer lustigen Gruppe nach Argentinien um für 14 Tage das brandneue Klettergebiet Piedra Parada zu besuchen. Die Fotos der Felsen sehen vielversprechend aus und ich bin schon gespannt, was uns da so erwartet.

Im Anschluß geht die Reise nochmals weiter gegen Süden für 8 Tage und zwar nach Patagonien, wo ich zusammen mit meinem wieselflinken Seilpartner Max Berger erneut versuchen will, dem ein oder anderen zu Berg gewordenen Traum, sofern das Wetter mitspielt, eine Begehung abzukämpfen.

Ist das A: Der Großglockner im Winteroutfit?? oder B: Das Matterhorn? oder C: Der Cerro Torre mit seinen Kumpels? Wer die Antwort weiß, kriegt ein Plus ins Mitteilungsheft!

Im Dezember bin ich dann wieder da und ich hoffe bis dahin hats schon ordentlich geschneit.


Peace dann,
Guido

Mittwoch, 19. September 2012

Na Servus

Neulich war ich mit einer Kameracrew vom österrereichischen Sender "Servus TV" in ("bei mia Dahoam") Going am Wilden Kaiser, genauer gesagt am Schleierwasserfall unterwegs zum filmen. Es geht klarerweise, ums Klettern, aber auch ums Wetter, welches man zum Klettern braucht bzw. nicht brauchen kann.
Was dabei herausgekommen ist, könnt ihr euch und ich mir am 29.09.2012 um ca. 20:00 Uhr bei "Na Servus" auf "Servus TV" anschaun.

 Ich bin auf alle Fälle schon gespannt, denn es war ein äußerst lustiger Drehtag...

Servus

Montag, 17. September 2012

Zurück aus Pakistan

Wir sind alle wieder gesund und munter zurück von unserem sommerlichen Pakistan Ausflug/ Abenteuer.
Die sechs Wochen hatten so ziemlich alles zu bieten was man sich nur vorstellen kann und um es auf den Punkt zu bringen, es war ein echt geiler Trip, mit einer genialen Mannschaft. Jedes Team konnte sich ordentlich austoben, wir konnten einige Erstbegehungen hinterlassen und bestehende Extremklassiker wiederholen und es war für uns alle ein echtes Abenteuer, mit Höhen und Tiefen ;-).

Sobald wir das gesammelte Bild und Filmmaterial ausgemustert und sortiert haben, gibts mehr Details von unserem verrückten Trip ins Herz der Berge!

Bis dahin" think vertical" :-)

Montag, 9. Juli 2012

Guided by GUIDeO

Das erste Semester zur Bergführer Ausbildung konnte ich, mit dem letzten Hochtourenkurs im Ötztal, positiv abschließen und bin somit offizieller "Bergführer Anwärter" und kann nun auch offiziell bergbegeisterte Leute durch steile Wände, lange Grate und wilde Flanken auf ihre Gipfel der Träume und natürlich auch wieder hinunter führen, im Sommer wie im Winter egal ob im Fels, Eis oder Schnee der Alpen, Dolomiten, Westalpen oder weiß der Yeti wo. Du zeigst mir deine individuelle Line, ich bring dich rauf, runter und gesund wieder heim!!

Bei Interesse einfach eine mail an:
guido.unterwurzacher@gmx.at

BerGeil!!!
Guido

Spiel der Narren

Welcher Name trifft die Faszination mit der wir immer wieder aufbrechen um was zu erleben, besser als der der Route "Spiel der Narren"(8-,8-,8,8-,9+,8+,8-,9-,8-,8+??!!!) am Predigtstuhl im Wilden Kaiser? "Narren" weil wir es uns doch auch leichter machen könnten, den Tag anders gestalten als gerade in einer steilen und abweisenden Wand und "Spiel", weil es sich um ein Spiel handelt, bei dem ein gewisser Einsatz verlangt wird. Rein namenstechnisch müsste uns die Route ganz gut liegen, dachten sich Hannes Leitner und ich und so machten wir uns auf den Weg zur steilen Westwand. Die Spielregeln sind recht einfach, es gilt alle 11 Seillängen durchwegs im 8.Grad und eine im 9.Grad zu durchsteigen, in einem Zug, in einem Tag, von unten nach oben...
Berits vor 6 Jahren wagte ich einen ersten Versuch mit meinem Kumpel Reini aus Kitzbühel, aber die hohen Schwierigkeiten, die sportliche Absicherung und die sommerlichen Temperaturen machten uns einen Strich durch die Rechnung und wir mussten abseilen.

Diesmal sollte es anders laufen. Hannes und ich kletterten im Überschlag und ohne Sturz bis zur Schlüsselseillänge, eine 7c+/9+ mit einer harten Boulderstelle, welche mir im zweiten Anlauf gelang. Die Seillängen danach eine 8+,eine 8-,eine 9- eine 8- sind uns alle im ersten Versuch geglückt, das Beste sollte aber wie immer zum Schluß kommen. Die letzte Seillänge im Grad 8+ !!! verlangte mir nochmal alles ab und gelang mir erst im vierten Anlauf und das am aller letzten Hemd, deswegen würden wir dieser Länge eher den Grad 8-/8 geben, denn mit 8+ hat das nicht mehr viel zu tun ;-))).  Mit einem breiten Grinser im Gesicht, saßen wir noch eine zeitlang am Gipfel und sind uns einig, "Das Spiel der Narren" sollte man mal gespielt haben.

Rotpunkt Begehungen hat die Route meines Wissens noch nicht allzuviele gesehen, aber eines steht fest, wer vernarrt ist in das Spiel mit den Felsen, ist hier genau richtig.




Mittwoch, 27. Juni 2012

Expedition "Trango Towers" 2012

Zusammen mit einem dynamischen, sechsköpfigen Team bestehend aus Christian Hechenberger, Simon Berger, Hannes Leitner, Max Berger, Flo Dertnig und Jakob Schwaighofer, werde ich am 19.Juli für sechs Wochen nach Pakistan, genauer gesagt ins Karakorum aufbrechen. Unser Basislager und  Zuhause für einen Monat, wird unter den gigantischen Wänden des "Great Trango Tower" (6287m) und des "Namless Tower" (6251m) aufgeschlagen und von dort aus wollen wir versuchen möglichst viel von der vertikalen Welt dieser Gebirgskette im Alpinstil zu erkunden. Es gibt viele Fragezeichen, viel Ungewisses, viele äußerst reizvolle  Ziele und sehr viel Motivation von allen, dieses Abenteuer erleben zu können, einige coole Aktionen zu machen und natürlich gesund und munter und um unvergessliche Erfahrungen und Eindrücke reicher wieder nachhause zu kommen.


Diese Expedition wurde von uns schon länger geplant, letztes Jahr sogar wegen eines Unfalls abgesagt und heuer stehen wir alle gut Vorbereitet und voller Vorfreude in den Startlöchern.

                              

Ein riesen "Dankschee" vorab für die großzügige Unterstützung geht an:

-Planet Berg Mountain Sports Kitzbühel
-Adidas Outdoor
-Adidas Eyewear
-Petzl
-LaSportiva
-Beal
-Pieps
-Black Diamond
-Thomas und Alex Huber
und an unsere Familien und Freunde!!!


Haltet uns die Daumen, wir halten euch auf dem Laufenden.

Schönen Sommer
Guido

Samstag, 23. Juni 2012

Climbers Paradise im Kletterparadies Wilder Kaiser

Vor gut einem Monat wurden Alex Huber und meine Wenigkeit zu einer "Climbers Paradise" Pressekonferenz auf der Wochenbrunneralm, am Fuße des Wilden Kaisers eingeladen. Vorgestellt wurde das Konzept und die Strategien von Climbers Paradise, um dem angestrebten Klettertourismus in unserer Region einen optimalen Nährboden, auf höchstem Sicherheits und Informationstechnischen Niveau, zu gewährleisten. App´s für Routenupdates, ein virtuelles Routenbuch alla 8a.nu usw., das ganze natürlich virtuell auf dem neusten Stand. Alex und ich konnten den Anwesenden unsere Ansichten und Bedenken, aus der Sicht der "Vollblutkletterer" näher bringen und ich denke wir fanden einige offene Ohren. Da ich von genormten Sicherheitsstandards und der Massentauglichkeit von Routen, Alpinrouten und Klettergärten nicht viel halte, stehe ich dem ganzen etwas kritisch gegenüber.

 Wie schon oft gelesen vertrete auch ich die Meinung "Der Berg muss wild bleiben!" und die alten Routen am Kaiser sollen auch noch für die jungen Wilden von morgen, die das Abenteuer und die Selbstverantwortung suchen, im original Zustand machbar sein, denn geschichtsträchtige Erstbegehungen durch Bohrhaken zu entschärfen, um diese Massentauglicher zu machen ist meiner Meinung nach der falsche Weg, denn die Leistungen von Dülfer, Rebitsch, Buhl und Co. sind auch heute noch mehr als beeindruckend und es wäre ein Frevel solche Meilensteine zu zerstören. Ich sehe aber auch die Chance, dass sich Climbers Paradise im Fall von Problemen mit Grundeigentümern, verschmutzten Klettergärten usw. im Interesse für die Klettergemeinschaft einsetzt, Säuberungsaktionen und Instandhaltungsmaßnahmen unterstützt und uns den Rücken stärkt.