Mittwoch, 30. Juni 2010

Donnervogel

Die Linie
Lucky Bastards
Die würzige 2.Seillänge
4.Seillänge (8b)


Bereits vor zwei Jahren machten Alex Huber und ich eine weitere, sehr spannende Erstbegehung an den Sonnwänden auf der Loferer Alm. In zwei Tagen gelang es uns die sehr steile und abweisende Wand in sieben Seillängen von unten erstzubegehnen. 2009 verbrachten wir dann zwei Tage in der Route, um zu putzen und zu bouldern. Heuer sollte es besser laufen und der Boulder in der 4.Seillänge ging uns beiden gut von der Hand, auch die lange 5. Seillänge zeigte sich etwas zahmer. Wir waren zuversichtig und setzten einen Versuch, welcher knapp scheiterte. Dann das katastrophale Wetter, nichts destotrotz wollten wir es erneut Versuchen, doch es war hoffnungslos, nass und durchfrohen stapften wir zurück zum Auto.
Am 29.Juni, der sechste Tag in der Route, waren wir zurück in unserem kleinen Gefängnis, der Wärter, der "Donnervogel" zeigte sich von seiner friedlichen Seite und so stand der Rotpunktbegehung nichts mehr im Weg. Als ich jedoch in der 5. Seillänge, wegen einem Fehler, in hohem Bogen aus der Wand flog wurde es nochmal spannend. Ab zum Stand und Alex war an der Reihe. Ohne Patzer erreichte er den Stand und ich tat es ihm im Nachstieg gleich. Die letzte Länge (8a) wurde nochmal spannend, aber gelang uns beiden auf Anhieb und so wurden wir wegen guter Wechselführung frühzeitig bzw. rechtzeitig aus unserem Gefängnis entlassen.

"Donnervogel"
Unser Bewertungsvorschlag (6b,7b+,7b+,8b,8a+,6b,8a)




Die Route wurde von uns in zwei Tagen von unten erstbegangen. Es handelt sich um eine äußerst sportliche Kletterei an durchwegs bestem Fels. Auf den sieben Seillängen finden sich neben den gebohrten Standplätzen 11 Zwischenbohrhaken. Neben den Bohrhaken lässt sich die Route gut mit Stoppern und Friends bis #3 absichern.


Wenig später kletterten Alex und Thomas ihr "Stoamandl" ,in Seillschaft, rotpunkt.

Viel Spaß damit :)

Dienstag, 29. Juni 2010

"Des Kaisers neue Kleider" Film




Ondrej Smrz hat meinen kompletten Durchstieg dieser wahnsinns Route gefilmt. Viel Spaß beim anschaun.

Guido

Samstag, 1. Mai 2010

On the Rocks again...



Steinplattenstimmung

Hechei in der 4.Seillänge (8a)

Das schwerste ist geschafft, aber es bleibt spannend...

Happy am Stand

Ruhe vor dem Sturm


Nachdem dieser Winter eher arbeitsintensiv war, bin ich jetzt motivierter denn je und habe bereits ein paar ganz coole Tage am Fels verbracht.

Als Auftakt kletterten Tom Huber und ich im "onsight" durch die 400m lange Route "Caduta deglei dei" 7c am Piccolo Daine, Sarche. Bombenfels und bombig abgesichert.

Danach gings nach Achleiten wo mir recht flott "Tyrolean Style" 8a+ und die undankbare "Gelbsucht" 8a gelangen. In Karlstein konnte ich die coole "Black Weiwi" 7c+ flashen.

Dann gings ab an den Schleier, wo mir die zweite Begehung von "A Tergo" 8b gelang. Hammer Route mit harter Boulderstelle, welche von Markus Bendler, letztes Jahr nach
beinahe 11 jährigem Projektstatus, befreit wurde.



Ein paar Tage später waren Berni Fiedler und ich im Felbertal und konnten 2 neue Linien einrichten, ehe uns der Regen einen Strich durch die Rechnung machte. Actiongarantie :))


Es bleibt spannend in der 5.Seillänge (7c+)


Am 30.4 war ich dann mit Christian "Hechei" Hechenberger an der Steinplatte unterwegs. Der "Alpengeier" , eine wirkliche Hammerlinie, eingerichtet von Hubi Fink usw. hatte uns erneut gelockt. Ziemlich unerwartet konnte ich alle Längen (7a+,7a,7a,8a,7c+,7a+) durchsteigen, wobei mir die 8a und die 7c+ im zweiten Anlauf gelangen. Die ersten vier Längen kannte ich bereits von einem früheren Versuch.
Nach Tom Lipp, Herbert Ranggetiner und Reini Percht war ich echt happy dem "Alpengeier" eine weitere Rotpunktbegehung abkämpfen zu können.

Der Schleier hat nun auch wieder ein paar wahnsinns Routen mehr.
Im Sektor Skywalk hat Alex Huber mit seiner 50m langen "Himmelsleiter" 8a den Auftakt gemacht. Ich konnte auch zwei Routen erstbegehen. Die wahrscheinlich coolste 7a+ "Think Fink". Der direkte Einstieg dazu ist ca. 7c/+ und heisst "R.C.L.S."
Beide Routen sind echt vom feinsten...

Am 3.5 gelang mir noch die Erstbegehung von "Im Land des senkrechten Lächeln" 7c+.. Die Route ist ein 40m langes Highlight aus bestem Fels und besten Löchern und zählt zum schönsten was ich am Schleier kenne. Nichts wie hin...

Tags drauf konnte ich "Neumond" ,die wahrscheinlich coolste 8a+ im linken Wandteil, erstbegehen. Athletische Kletterei an Löchern, mit spannendem Abschluß. Dem nicht genug holte ich mir am nächsten Tag noch die erste Wiederholung vom "Bumsbomber" 8a+ und vom "Swinger Club" 7c+.

Danach gelang mir noch die zweite Begehung der "Reeperbahn" 7c+ ein weiters Schleierhighlight, erstbegangen von Alex Huber.

Nach ein paar vielversprechenden Einheiten im Projekt "LIBERTY", hat auch mich das derzeitige Wetter von den Felsen verbannt. Aber es kann nur besser werden...

Montag, 7. September 2009

Bei mir dreht sich alles...

Vorbereitung ist alles, host a Kaiser...;)
Gigantische Stimmung
Leall und ich
Ganzschön stressig, der Michi hats da besser erwischt :)
Stimmung am Abend (c) Hias Sack/Leo


... so kam die Idee zustande! :)

Ein etwas ausgefallenes Fotoshooting hatten Hias Leo und ich letzte Woche am Fleischbankpfeiler, diesmal saß Michi Meisl gemütlich im Hubschrauber und nicht im Gurt. Das ganze passierte um 06.20 in der Früh um das perfekte Licht auszunützen. Hias und ich verbrachten einen "romantischen" Abend am Gipfel und seilten im ersten Licht in die Wand. Ein ganzschöner Einsatz, der sich aber allemal gelohnt hat...

Und bis auf das, dass ich noch mit dem verknoteten Halbseil kämpfte, als der Hubschrauber bereits hinter mir war und ich anschließend Schuhe, Socken, Kappe und Seil die Wand hinunter warf, ist alles normal verlaufen :))

An dieser stelle ein großes Dankeschön an Hias Leo, Michi Meisl und die Hubschraubercrew

Samstag, 29. August 2009

YEAHHH man...

Ondra fighting up "the crown"
Ondra gibt Vollgas...
Guido:"Hey why don´t you take a knife man?"
Ondra:" In Czech this is knife man!" :))


Mein tschechischer Freund Ondra Benes hat nun auch am Fleischbankpfeiler zugeschlagen und holte sich die nun vierte Wiederholung von der "Kaisers neuen Kleider" und ist somit nach Stefan Glowacz und Hari Berger der Dritte dem die "Trilogie" (End of Silence, Silbergeier, Kaisers neue Kleider) gelang.

FETTEN RESPEKT und toj husty :)

Sonntag, 23. August 2009

Kaiserlich und schleierhaft...




Magic Moments

(c) Ondrej Smrz

Die Linie...

Ondra, ich und der Fleischbankpfeiler










"Des Kaisers neue Kleider" am Fleischbankpfeiler, geisterte mir nun schon seit langem im Kopf herum. Zusammen mit meinem tschechischen Freund Ondra Benes, welcher mich nochmal extrem motiviert hatte, gelangen es mir am 17.August, wirklich total unerwartet, alle Längen(6b,7c,8a+,7b+,8b+,8a,6c,8b+,6c) beim ersten Versuch durchzusteigen. Das war sicher der schönste Durchstieg meines bisherigen Kletterlebens und den möchte ich einem ganz besonderen Freund widmen.

Hubert "Huwi" Fink.
Die ewige Freiheit hat dich wieder, danke für die schönen Stunden und deine Freundschaft.


Ein großes Dankeschön an alle die mich unterstützt haben
(Hias,Toni,Uli,Ondra,Michei,Flo...)


Nach den ausschweifenden Grillagen der letzten Tage ging mir gestern (22.8) am Schleier, ziemlich unerwartet, der "Barracuda" 8c ,
im zweiten Stock, ins Netz. Die nasse Ausstiegsplatte machte die Sache nochmal so richtig spannend und zu einem wahren Kampf :))) Aber wie sagt man so schön:

"Wenns lafft, dann laffts ...!"

Samstag, 18. Juli 2009

Sommer? Sonne? Sonnenschein?






Das Wetter, wie es derzeit ist wird wohl von den wenigsten willkommen geheißen. So auch von Mathias Leo aka Leall und mir. Anfang Juli nützten wir ein Schönwetterfenster in den Dolomiten und machten uns auf den Weg in die Drei Zinnen. Begrüßt wurden wir mit strömendem Regen, Blitz und Donner und allem was dazu gehört. Plan A war es die Alpenliebe an der Westlichen zu klettern, falls es sich das Wetter anders überlegt, und Plan B die Ötzi trifft Yeti an der Kleinen falls das Wetter so besch... bleibt. Die Nacht im Auto war kurz und wurde von Lealls Lachattacken musikalisch abgerundet, um ca 2.00 Uhr war kein Regen mehr zu hören und auch Hias grunzte nur beiläufig im Schlaf. Um 5 klingelte der Wecker, fast wie ausgemacht standen auch schon Eli und Much in den Startlöchern, nach 2 Cappuccinos waren wir zu allem bereit, doch auch das Wetter schien zu allem bereit zu sein. Bei Eli und Much stand die "Schweizerführe" am Programm, wir waren noch ein wenig unschlüssig aber nach dem Stichwort "Chickenout", wussten wir was zu tun war. "Alpenliebe". Nach einigen Längen wurde das Wetter immer besser und wir wussten, es war die richtige Entscheidung. Die Kletterei ist wirklich vom (Zinnen) Feinsten und Dank einiger Markierungen von der Nachtbegehung vom Tom (Huber), gelang mir eine onsight Begehung. In den leichten Längen hatten wir ein paar Schwierigkeiten mit der Orientierung, aber summasumaum war es ein hammer Tag in einer hammer Tour.


Ein paar Tage später war ich mit Toni zurück im Felbertal, bereits eine Woche zuvor hatten Flo Scheimpflug und ich den Erzählunge vom Markus nicht wiederstehen können und mussten diesen besagten Fingeriss probieren. Das spannende daran war nur zu sehen, ob das auch "clean", also ohne Bolts geht. Bewaffnet mit den kleinsten Stoppern die ich finden konnte bastelte ich im, teils feuchten Riss herum. Als wird die perfekten Placements dann gefunden haben, wurden wir von strömendem Regen zurück in Flos "Nemo" gespült.
Zurück mit Toni sah die Sache schon trockener aus, aber der Riss war ständig feucht. Nach ein paar Versuchen es so gut wie möglich trocken zu legen, klappte schließlich der Durchstieg. Das spannendste für mich war der Ausstieg...

Da ich alle Keile vorplaziert hatte, freue ich mich schon auf den nächsten Antritt die Sache sauber (mit Keile legen beim klettern) zu versuchen.


Eingebohrt, erstbegangen und passend "Ohne Worte" getauft wurde das edle Stück vom Herbert Ranggetiner und mit 8a bewertet, was sicher gut passt.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Nissan Outdoorgames 2009

(c) Stuart Knowles


Ende Mai wurde ich eingeladen, mit dem Team Austria (ARGON), nach Interlaken zu fahren, um bei dem bekannten Kurzfilmfestival, den Nissan Outdoorgames, als Kletterer mitzuwirken. Ziel dieser Woche war es fünf "Extremsportarten" (Downhillbike, Kayak, BASE Jump, Drachenfliegen, Klettern) in eine Story zu verpacken, einen qualitativ hochwertigen Film zu produzieren um damit die Jury zu überzeugen, welche den Gewinnern das Preisgeld verleiht. Leider hats diesmal nicht geklappt, so wie die letzten Male, aber verstecken brauchen wir den Film auch nicht.

Für mich war es eine tolle neue Erfahrung, überhaupt bei so einem Event dabei zu sein, mit lauter interessanten Menschen zusammen zuarbeiten und die einzigartige schweizer Berglandschaft und Mentalität kennen zulernen.

Big Respect an die Cutting Crew, Hannes Haberl (Musik) für ihren enormen Einsatz und an Bany Dengg den Kopf der Story.


Just click on the Headline to check out the Clip!!


Keep on rockin in a free world!!!

Montag, 26. Januar 2009

Neue Saison, neues Glück!

Den Weihnachtswahnsinn und den Jahreswechsel verbrachten Mono Berchtold, Hannes Rieser und ich im "sonnigen" Katalonien. Von 21 Tagen war es ganze sage und schreibe 15 TAge schlecht. Schnee, Regen und Kälte machten das Ausharren zur Geuldsprobe, aber wir hatten eine Menge Spaß und an den brauchbaren Tagen wurde geklettert was das Zeug hält. Mir gelang eine super 8a "La Crema" onsight und auch die coole Wandkletterei der langen "La Ardilla Rioja" 7c+ gelang mir im onsight. Zur Abrundung gabs noch viele super Routen von 7b bis 8a. Mono holte sich am allerletzten brauchbaren Tag den Siurana Megaklassiker "La Cara que no miente" 8a+ und auch Hannes kassierte einen Klassiker nach dem anderen ein.

Zuhause angekommen konnten Hiasund ich die Neutour vom Roli in Achleiten klettern. "Shadowplay" 8a+ ist sicher eine der besten in dem Grad. Die anderen Neutouren(New Heartbeat, Wizard, Kleiner Vampir) von Michi Becker und Roli sind auch sehr empfehlenswert.

Nachdem ich letztes Jahr fast nie am Schleier war, ist die Motivation heuer natürlich umso größer. Am zweiten Stock könnte bald ein Prachtexemplar anbeißen...

Donnerstag, 13. November 2008

Vom Pech verfolgt...

Der majestätische Fleischbankpfeiler


Uli und ich unter der letzten Seillänge!

Die Schönwetterperiode Anfang November, nützte ich natürlich am Fleischbankpfeiler. Es wurde ziemlich knapp in der 5.Seillänge (8b+) und jeder Versuch könnte der Treffer sein. Voll motiviert für ein bisschen "Alpine Action", begleitete mich mein Freund Uli Ortner aus Innsbruck. Zusammen pilgerten wir auch am 1.November wieder zum Fleischbankpfeiler. Es war Samstag, die Route komplett trocken, super Bedingungen, nicht zu warm, nicht zu kalt, einfach perfekt. Die ersten vier Seillängen (6b,7c,8a+,7b+) gelangen ohne größere Schwierigkeiten. Dann die Schlüsselseillänge Nr.5! Erster Anlauf, ich scheitere knapp am unsicheren Dynamo, putze die Griffe, seile wieder ab. Nach 20 Minuten Pause steige ich voll motiviert ein zweites Mal ein, ich bringe den Körper in die Ausgangsposition, senke den Schwerpunkt ab und ehe ich etwas realisiere habe ich den Griff in der Hand, ziehe nochmals durch und bin am Rastpunkt, cool bleiben, die restlichen Züge sind auch noch pumpig, ich starte durch und kämpfe bis zum Stand, ein lauter Schrei geht durch die Steinerne Rinne. Uli steigt an den Jümars nach, auch er ist nun guter Dinge, sowie ich. Dann der sinnlose Patzer in der 50 Meter langen 8a. Ganz am Ende der Länge rutscht mein Fuß und ich segle ins Seil, die Nervennadel ist im absolut roten Bereich, nur ruhig bleiben, abseilen und nicht die Nerven verlieren. Nach 5 Minuten starte ich ungeduldig erneut in die Länge und erreiche diesmal ohne größere Probleme den Stand, musste trotzdem feststellen, daß ich kostbare Kraft und auch Zeit liegen gelassen hatte. Nach der 6b kommt die letzte 8b+ Seillänge, sie hängt über mir wie ein Damoklesschwert, die letzte große Hürde. Die Nerven beginnen zu flattern. Ich mache 40 Minuten Pause, der Wind pfeift Kalt ums Eck und auch Uli träumt von gemütlicheren Dingen. Ich steige ein, nervös und zittrig und platziere meine Füße zu schlampig verwechsle Bewegungsabläufe und lande nach 6 Metern im seil, ich ärgere mich und lasse ein wenig verbalen Dampf ab, der Druck lässt nach. Uli motiviert und beruhigt mich. Nach weietern 3 Versuchen, bekomme ich langsam Krämpfe, jedoch wird es immer knapper, der letzte Versuch(Nr.5) war dann der beste und zugleich der Letzte, ich war fertig und hatte alles gegeben, es wollte einfach nicht sein...

Jetzt verbrachte ich das beste Wetter auf Montage in Deutschland, zuhause angekommen, kam die niederschmetternde Einsicht, dass ich es vergeigt habe. Ich schaue aus dem Fenster und.... Es schneit.

Danke an alle die mich unterstützt haben.
(Hias, Uli, Toni, Kili, Dougal, Sima)